Verlustlisten Erster Weltkrieg/Projekt

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In einem ersten Crowdsourcing-Projekt des Vereins für Computergenealogie (DES genannt) wurden die Verlustlisten des Ersten Weltkrieges in der Zeit von November 2011 bis August 2014 von mehreren Hunderten ehrenamtlichen Datenerfassern vollständig indiziert. Über 8,5 Millionen Datensätze wurden auf diese Weise erschlossen und für die Personengeschichtsforschung nutzbar gemacht.

Zur Zeit findet die Erfassung der Österreichisch-Ungarischen Verlustlisten statt, für die auch wieder zur aktiven Beteiligung aufgerufen wird!

Wir konnten feststellen, dass es während der Kriegszeit durchaus zu Verschiebungen der Kriegsteilnehmer und Gefangenen gekommen ist, so dass vielleicht auch eine Suche in beiden Verlustlisten vorgenommen werden sollte!
Hier geht es zur Suchmaske (Deutsche Verlustlisten 1. WK) oder zur Suchmaske (Österr.-Ungarische Verlustlisten 1. WK).

Wir arbeiten an weiteren spannenden Projekten, z.B. an Polizeiblättern und an Adressbüchern aus verschiedenen Städten. Hätten Sie Lust, mitzumachen? Mehr Infos gibt es hier


Verlustlisten Erster Weltkrieg
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Was steht in den Verlustlisten

Die Verlustlisten enthalten Einträge zu Soldaten, die im ersten Weltkrieg gefallen oder vermisst waren, aber auch Einträge zu Personen, die verwundet wurden, in Gefangenschaft geraten sind, verunglückt, durch Krankheit verstorben oder anderweitig zu Schaden gekommen sind. Die Verlustlisten sind größtenteils nach militärischen Einheiten sortiert, so dass die Namen nicht alphabetisch aufgeführt sind.
In den meisten Fällen sind zu den einzelnen Personen die folgenden Informationen angegeben:

  • Dienstgrad
  • Name
  • Vorname
  • Ort (in aller Regel der Geburtsort - in seltenen Fällen der Wohnort)
  • Geburtstag (zunächst in der Form Tag.Monat.Jahr, im weiteren Verlauf nur noch Tag.Monat)
  • Art des "Verlustes"
  • bisweilen weitere Angaben über den Ort einer Gefangenschaft oder den Vermisstenort
  • in seltenen Fällen das Sterbedatum

In den Anfangsjahren (bis Dezember 1916) und nach Kriegsende waren die Listen nach Einheiten (Regimentern, Bataillonen usw.) sortiert; ganz zu Kriegsbeginn waren darüber hinaus auch noch die Kampfhandlungen mit angegeben, bei denen der "Verlust" erfolgte. In den Jahren und Monaten dazwischen erfolgte die Sortierung alphabetisch.

Wurden die Regimenter mit angegeben, so werden diese Angaben (Armeen, Regimenter und Regimentsteile), die für mehrere Datensätze gelten, derzeit hinzugefügt (Stand September 2014). Diese Informationen stehen nach Hinzufügung ebenfalls sofort zu jedem einzelnen Datensatz bereit und werden in der Suche angezeigt. Bis dahin kann man bei der Anzeige eines Suchergebnisses auf dem Scan diese Informationen ablesen.

Angaben zur Ausgabe, Erscheinungsdatum und der Seite wurden automatisch ergänzt und werden bei jedem Suchergebnis angezeigt.


In den Österr.-Ungarischen Listen bedeutet "Verlust" nicht zwangsläufig, dass die Person verstorben ist. Dort sind auch 26.613 "Zurückgekehrte" verzeichnet = entweder nach Gesundung zum Militär, oder z. B. als Kriegsinvalide nach Hause. Diese Personen sind somit ein Verlust für das Militär.

Suche in den Verlustlisten

Über die Suche vollständig abfragbar sind Name, Vorname und Geburtsort.

Vor der ersten Suchanfrage ist es hilfreich, sich die Suchtipps anzusehen, um möglichst schnell zu einem sinnvollen Suchergebnis zu kommen:

Tipps für die Suche in den Verlustlisten Such-Tipps


Hier geht es zur Suchmaske

Häufig gestellte Fragen

Welche Abkürzungen gibt es?

Abkürzungen, die bei den "Verlustarten" vorkommen können:

t. tot
l.v. leicht verwundet
l.v.b.d.Tr. leicht verwundet bei der Truppe (also nicht im Lazarett)
s.v. schwer verwundet
G + gerichtlich für tot erklärt
A.N. Auslands-Nachricht, militärdienstlich bisher nicht bestätigt

Sollten Ihnen weitere Abkürzungen auffallen, so können Sie uns diese per Mail an Verlustlisten(at)genealogy.net nennen, wir ergänzen diese Auflistung dann.

Wie ist die Angabe des Datums zu verstehen?

Das angegebene Datum ist immer das Datum, zu dem der Verlust in der jeweiligen Verlustliste veröffentlicht wurde. Er liegt meist mehrere Wochen bis einige Monate nach dem tatsächlichen Ereignis. Sterbedaten wurden in den Listen nur in ganz seltenen Fällen angegeben.

Wie ist die Angabe des Ortes zu verstehen?

Bei dem angegebenen Ort handelt es sich in aller Regel um den Geburtsort der betreffenden Person. In wenigen Fällen ist stattdessen der Wohnort angeben. Dies ist dann extra vermerkt in der Form ORT (Wohnort).

Was tun, wenn Tippfehler gefunden werden

Findet man einen Tippfehler (auf dem Original steht Wilhelm, erfasst wurde "Wilhlem") so kann uns dieser unkompliziert gemeldet werden.

Sollte man feststellen, dass bei der Erfassung des Eintrags ein Tippfehler gemacht wurde, so kann man diesen an die Admins des Projektes melden, indem man unterhalb des Bildes auf den Button „Einen Tippfehler in diesem Eintrag melden.“ klickt. Danach wird man (falls man noch nicht angemeldet ist) zunächst aufgefordert, sich anzumelden.Derzeit landet man nach der Anmeldung leider noch nicht wieder bei dem Eintrag, den man als fehlerhaft kennzeichnen möchte. Benutzen Sie bitte die Rücksprungfunktion Ihres Browsers zur Einzelergebnisseite. Nun können Sie den fehlerhaften Eintrag melden, indem Sie nochmals auf den Button „Einen Tippfehler in diesem Eintrag melden.“ klicken. Daraufhin erscheint der rot geschriebene Hinweis, dass dieser Eintrag als fehlerhaft markiert wurde. Ein Admin wird sich den gemeldeten Fehler zeitnah ansehen und ggf. korrigieren.

Ein Erfassungsfehler wurde gemeldet.


Was tun, wenn Setzfehler gefunden werden?

In den Verlustlisten sind viele Setzfehler enthalten. Sehr häufig wurden Ortsnamen falsch (mehr oder weniger nach Gehör) geschrieben. Aber auch die Schreibweisen von Namen sind oft nicht korrekt.
Bei der Erfassung wurden die Eingaben so vorgenommen, wie sie auf der Quelle enthalten sind. Dies ist eines der Grundprinzipien der Erfassung.
In einer späteren Projektphase können Sie diese Einträge selbst um Korrekturen ergänzen.
Sollten Sie jetzt schon eine solche Korrektur melden wollen, so können Sie dies per Mail an Verlustlisten(at)genealogy.net melden (möglichst mit Quellenangabe). Wir werden diese Meldungen sammeln und später - wenn diese Ergänzungsmöglichkeit vorhanden ist - gegebenenfalls mit einpflegen.

Ich habe Ergänzungen zu einer Person aus den Verlustlisten - wie kann ich die "loswerden"?

Auch hier gilt, dass Ergänzungen erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden können.
Dann können Sie dies auch selbst tun.
Sollten Sie jetzt schon eine solche Ergänzung melden wollen, so können Sie dies per Mail an Verlustlisten(at)genealogy.net melden (möglichst mit Quellenangabe). Wir werden diese Meldungen sammeln und später - wenn diese Ergänzungsmöglichkeit vorhanden ist - gegebenenfalls mit einpflegen.

Was kann ich tun, wenn eine bestimmte Person in den Verlustlisten nicht gefunden wird?

Es kann tatsächlich vorkommen, dass Personen in den Verlustlisten nicht geführt sind. In den allermeisten Fällen ist die Person jedoch enthalten, allerdings mit einer abweichenden Schreibweise.
Durch Veränderung der Suchparameter und die Nutzung von Platzhaltern (siehe Such-Tipps) können ähnliche Schreibweisen überprüft werden.

Bei der Frakturschrift, in der die Verlustlisten gesetzt wurde, gibt es Buchstaben, die sich sehr ähnlich sehen, dies sind unter anderem die Buchstabenpaare:
A/U, B/V, C/E D/O, E/G, N/R sowie
b/h, b/d, c/e, f/s, i/t, i/l, i/j, k/t, k/l l/t, n/u, p/v, r/x, v/y
Außerdem die Doppelbuchstaben d/ck sowie ß/tz

Evenuell wird man fündig, wenn man statt des korrekten Buchstaben dessen "Doppelgänger" verwendet.

Wie geht es mit den Verlustlisten weiter?

Derzeit (Stand August 2014) werden weitere Ergänzungen bezüglich der Armeen, Regimenter und Regimentsteile, die für mehrere Datensätze gelten, hinzugefügt. Diese Informationen stehen nach Hinzufügung ebenfalls sofort zu jedem einzelnen Datensatz bereit und werden in der Suche angezeigt. Bis dahin kann man bei der Anzeige eines Suchergebnisses auf dem Scan diese Informationen ablesen.

Geplant und in Vorbereitung ist derzeit auch die Generalisierung der Ortsbezeichnungen, um diese, soweit es zweifelsfrei zuordenbar erscheint, mit dem genealogischen Ortsverzeichnis (kurz: GOV) zu verknüpfen.

Projektbetreuer

  • Jesper Zedlitz
  • Nick Rudnick
  • Marie-Luise Carl
  • Susanne Nicola
  • Ulrich Hahn
  • Anton Huber

Präsentationen und Presseerwähnungen

  • Präsentation im Rahmen des Workshops: Wissenschaft trifft Laienforschung - Das Projekt „Tote des Ersten Weltkriegs aus Schaumburg“, Staatsarchiv Bückeburg, 5. Juli 2013 (Referentin: Marie-Luise Carl)

Datei:Verlustlisten-des-Ersten-Weltkrieges-Bueckeburg-2013.pdf


  • Konferenz Unlocking Sources (30.-31.01.2014 in Berlin)

Mit nachfolgenden Postern präsentierten wir uns auf der Konferenz Unlocking Sources in der Staatsbibliothek in Berlin:

Datei:VL-Erfassung-Plakat-1.pdf Datei:VL-Erfassung-Plakat-2.pdf



Kontakt

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie sich per Mail an des@genealogy.net wenden.