Es gibt Trends, die mag man kaum Trends nennen, denn sie leben nicht nur einen Herbst lang. Eine solche Langzeit-Bewegung auf dem Buchmarkt ist die Vorliebe deutscher Autoren und Verlage, Biografien über ganze Familien zu veröffentlichen.
Was macht die ungebrochene Faszination an der großen Erzählung über – mal mehr, mal weniger prominente – deutsche Dynastien aus? Ist es die Sehnsucht nach der organischen Abfolge der Generationen? Nach dem haltbaren Erbe von Blut, Geld und Namen – in einer Zeit, in der Familien nur mehr als Kleinfamilien zusammenleben, die, glaubt man der Statistik, in der Hälfte der Fälle zerbrechen?
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